Barrierefreie Websites Pflicht oder Chance So schützt du dein Business und gewinnst neue Kunden

Shownotes

👉 Warum dieses Thema dich betrifft: Die meisten Unternehmer unterschätzen digitale Barrierefreiheit komplett – und verlieren dadurch Kunden, ohne es zu merken.

📌 Darum geht’s in dieser Folge:

In dieser Episode spricht Kai B. Rogalla mit Alexander Peisch über digitale Barrierefreiheit und das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Du erfährst: • Was Barrierefreiheit wirklich bedeutet (Spoiler: nicht nur für Blinde) • Warum 98 Prozent aller Websites aktuell nicht barrierefrei sind • Welche Fehler Unternehmer am häufigsten machen • Warum Tools und Plugins das Problem nicht lösen • Wie du Schritt für Schritt richtig vorgehst • Welche Chancen sich für dein Business ergeben

💡 Deine wichtigsten Learnings:

• Barrierefreiheit ist kein IT Thema sondern eine Management Entscheidung • Ein Overlay oder Plugin ersetzt kein sauberes Fundament • Ein Audit schafft Klarheit statt Vermutungen • Du erreichst Millionen zusätzlicher potenzieller Kunden • Barrierefreiheit verbessert auch SEO und Nutzererlebnis • Wer jetzt handelt verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil

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Gast – Alexander Peisch

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(Stichwort Vermögensarchitektur Talk)

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Man könnte sagen, wir sind so der TÜV für die Webseiten, nicht für die Händler. Ein Overlay ist quasi ein Pflaster auf einem Rohrbruch und es sieht gut aus, als würde etwas passieren, aber das Wasser läuft trotzdem weiter.

Was wär denn jetzt dein Vorschlag an die Personen, die hier zuhören und die Ja, mich interessiert das schon. Was sollen die morgen früh tun, wenn sie aufstehen und sich mit dem Thema befassen wollen? Herzlich willkommen zum Podcast Vermögensarchitektur Talk. Erst die Bildung über Vermögen ermöglicht die Bildung von Vermögen von Kai B. Rogalla. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge Vermögensarchitektur Talk. Ich habe heute einen besonders spannenden Gast. Wir kennen uns schon lange und er befasst sich mit einem Thema, mit dem sich aus meiner Sicht viel zu wenig Menschen beschäftigen. Es geht nämlich den Punkt Barrierefreiheit und ich bin total gespannt auf das, was Alexander Peitsch uns jetzt hier zu sagen hat. Er ist nämlich sehr tief drin in dem Thema.

Wir haben uns öfter dazu ausgetauscht und ich bin immer wieder überrascht, welche Insider Zahlen, Daten, Fakten er da immer noch aus der Schublade zieht. Freut euch auf ein tolles Gespräch und ich sage Herzlich willkommen Alexander Peisch.

Danke für die Einladung. Ich freue mich. Kai. Vielen Dank. Zu meiner Person. Mein Name ist Alexander peich. Ich bin 41 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei kleinen Kindern, wohne in der Schweiz in Basel Stadt. Beruflich komme ich aus dem Rechts und Compliance Wesen. Ich war in unterschiedlichen regulatorischen Bereichen tätig, von Finanzdienstleistungen, Versicherung über regulatorische Fragestellungen im medizinischen Umfeld bis hin zu kartellrechtlichen Themen. Seit zwei Jahren verantworte ich innerhalb unserer Schweizer Genossenschaft den Bereich Einfach inklusiv. Wir sind ein unabhängiger Prüfdienst für digitale Barrierefreiheit. Über das, was wir heute sprechen. Unser Fokus liegt darauf, Unternehmen strukturiert und nachvollziehbar durch regulatorische Anforderungen wie WCAG und EN, da komme ich später dazu, durchzuführen. Nicht als Trend, sondern als Haltung und als Qualitätsstandard. Was heißt das? Wir prüfen Webseiten, Webshops und Apps, ob sie für alle Menschen nutzbar sind.

Ganz einfach und nicht nur für das perfekte Auge oder für die schnellen Finger, für die Tastaturen oder für den Touchscreen. Wichtig dabei Wir bauen keine Webseiten, wir sind keine Agentur. Wir prüfen und zwar unabhängig. Und das ist unser gesamtes Geschäftsmodell. Man könnte sagen, wir sind so der TÜV für die Webseiten, nicht für die Händler.

Schöne Metapher der TÜV. Genau darauf möchte ich auch noch mal eingehen, Denn wenn man so das Wort Barrierefreiheit hört, als erstes kommt einem dann wahrscheinlich Blindenschrift oder eine Rollstuhlrampe oder irgendwelche Dinge, die physische Beeinträchtigung mit sich bringen in den Sinn. Aber ans Surfen im Internet denken wahrscheinlich die wenigsten in dem Bereich. Ist das nicht ein ziemliches Nischenthema?

Ja, genau. Das Bild hatte ich auch, oder das hatten die meisten. Ganz am Anfang ist es auch völlig normal. Also Barrierefreiheit, als ich das erste Mal gehört habe, da konnte ich mir gar nichts darunter vorstellen. Da habe ich an den Menschen gedacht, der blind ist, der mit dem langen Stock rumläuft oder im Rollstuhl sitzt oder an das Kind, das Down Syndrom hat. Aber lassen wir uns doch einfach mal von den Wahrheitszahlen einfach mal berieseln. Und zwar 38,4 Prozent aller Erwachsenen, also über 35 Jahre in Deutschland, berichten von Einschränkungen im Alltag. Und das ist nicht meine Meinung, sondern das war das vom Robert Koch Institut 2024 das ist eine Studie, das bedeutet vier von zehn Menschen, das sind nicht die anderen und das sind deine und meine Kunden, unsere Mitarbeiter oder auch Geschäftspartner. Das muss man erstmal sacken lassen.

Und wenn man dann versteht, durch die Gespräche, die ich auch mit anderen in der Branche habe, ist es so, dass ich auch erst verstanden habe, dass 91 Prozent aller Schwerbehinderungen entstehen durch Krankheit. Die sind nicht angeboren oder nicht durch Unfälle, sondern das sind Infektionskrankheiten, Kreislaufprobleme, Krebs, chronische Schmerzen, Depressionen, Long Covid und und. Und das kann dich morgen treffen und auch mich. Deswegen ist Barrierefreiheit keine Nische, sondern es ist Mainstream und sie ist Vorsorge für eine Realität, die jeden treffen kann.

Ja, wir haben uns ja, wie gesagt, schon mehrfach dazu ausgetauscht. Ich habe meine Ansicht, Perspektive und Einstellung dahingehend auch noch etwas erweitern dürfen durch deinen Impact, sagen wir es mal so. Denn meine erste Reaktion unter uns war wirklich, dass ich gesagt oh je, schon wieder Regulatorik, Jetzt wird dem Webseitenbetreiber hier noch was aufgebürdet. Aber als wir uns dann intensiver darüber unterhalten haben, wurde es für mich verständlicher und nicht nur ich habe dazu eine Meinung, sondern wahrscheinlich jeder, der sich das jetzt hier anhört und nach diesem Podcast vielleicht seine Gedanken noch mal neu sortieren darf. Aber auch auf gesetzlicher, auf juristischer Ebene gab es hier Rechtsprechung. Und zwar gibt es seit Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das BFSG. Richtig?

Korrekt, das stimmt.

Und kannst du vielleicht für die Zuschauer gerade noch mal mit deinen eigenen Worten erklären, was dieses Gesetz mit sich bringt, welche Vor und Nachteile dadurch entstehen und was vor allem an Unternehmer für Pflichten herangetragen werden dadurch?

Gerne, mache ich sehr gerne und das mache ich bewusst auch Einfach. Also das Barrierefreiheit Stärkungsgesetz ist ab dem 28. Juni letzten Jahres 2025 in Kraft getreten. Das ist jetzt keine Überraschung, sondern das wurde schon vor Jahren beschlossen, also mindestens vier Jahre vorher. Und wenn man die BFSG was sagt es im Kern? Wenn du als Unternehmen digitale Angebote, Produkte oder Dienstleistungen anbietest, also eine Webseite mit Shop Buchungssystem, Terminbuchungssystem, ein Kundenportal hast, dann müssen diese barrierefrei nutzbar sein. Das klingt erstmal groß, ist es aber gar nicht die Verständniskette. Ganz einfach, damit man das versteht. Es gibt ein deutsches Gesetz, das heißt Barrierefreiheit Stärkungsgesetz, abgekürzt BFSG. Das verweist auf eine europäische Norm, die in Brüssel vor 2021 beschlossen worden ist und die heißt EN 341549 und diese Norm basiert auf internationalen Webrichtlinien, den WCAG. Das heißt Web Content Accessibility Guidelines, also Gesetz, Norm, Richtlinien.

Das ist die ganze Struktur und wer ist davon betroffen? Jedes Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern oder mehr als 2 Millionen Jahresumsatz. Das ist praktisch der gesamte Mittelstand. Ausgenommen sind nur echte kleine Kleinstunternehmen und die selbst profitieren davon, wenn ihre Webseite zugänglich gemacht ist, weil sie einfach mehr Menschen damit erreichen.

Ja, verstehe. Und was würdest du denn sagen bei der Unternehmerschaft, also die Leute, mit denen du dich unterhältst, die selbst Verantwortung für Unternehmen tragen, Was sind denn dahingehend die größten Vorurteile, Missverständnisse und vielleicht falsche Einordnungen zu diesem Thema Barrierefreiheit?

Also es gibt drei Dinge, die ich in jedem Gespräch höre. Das ist erstens barrierefreiheit ist ein IT Thema. Ich sage nein, es betrifft Texte, Bilder, Formulare, PDFs, Buchungsstrecken, Marketing Funnels, also auch dich. Das ist ein Organisationsthema. Wenn die Geschäftsführung es nicht versteht, wird es halbherzig umgesetzt. Zweitens, wir brauchen eine komplett neue Webseite. Das höre ich immer ganz oft. Also Leute verstehen, dass wenn man mit denen redet, dass man etwas Neues verkaufen muss. Eine neue Website, die kostet dann tausende, zehntausende Euro teilweise. Und ich sage als experte mit über 200 Auditierungen in 70, 80 Prozent der Fälle stimmt das nicht. Also man kann das ganz einfach nachrüsten. Das ist keine Revolution. Man macht eine saubere Analyse, klare Priorisierung und strukturelle Anpassungen.

Und drittens ist es leider Trend geworden, dass man heute mit plugins oder mit KIs oder mit irgendwelchen Tools sagt, man kann das Problem lösen. Plugins können assistieren. Also KI ist ja genau das Gleiche. Es kann sehr gut assistieren. Es kann dir 20 30 Prozent der Aufgaben abnehmen. Das stimmt. Aber sie ersetzen kein Fundament, weil der Gesetzgeber sagt, wenn der Code nicht stimmt, also der Quellcode, dass es nicht sauber verankert ist. Barrierefreiheit, wenn die Struktur fehlt, dann hilft auch kein Overlay, also ein Plugin. Und das Kernproblem hinter allen diesen drei Irrtümern ist immer Barrierefreiheit wird als technische Aufgabe verstanden. Dabei ist es eine Management und Entscheidungsangelegenheit.

Verstehe. Also das ist der größte Irrtum, der dir auffällt. Ich persönlich habe es auch so eingestuft. Ich dachte erstmal, jetzt muss ich wieder an meinen Entwickler rantreten, der dann die Buttons größer macht und das Menü verschlankt. Aber gut, dass du hier nochmal für Aufklärung gesorgt hast, denn ich glaube, das sorgt auch dafür, dass viele sich dagegen stellen, weil sie erstmal sagen, ne, das ist zu viel Aufwand oder ich lade mir ein Plugin runter. Aber das haben wir gerade geklärt. Und jetzt gibt es aber auch einige Agenturen und Dienstleister draußen, dieses Thema anbieten. Vielleicht hilft uns gerade mal einzuordnen, worauf man da achten muss, wie sich die Anbieter unterscheiden, wie ihr euch vielleicht auch in eurer Arbeit davon unterscheidet, sodass wir das ein bisschen besser einordnen können.

Ja, das ist eine wichtige Frage, die ein Unternehmer stellen kann. Definitiv. Und die beantworte ich dir jetzt mal ganz genau und direkt. Viele Agenturen bieten Barrierefreiheitschecks an, so kostenlose Indikationstests. Und einige davon sind gut und es gibt in Deutschland echt gute Experten und Menschen, die das mit Herzblut machen. Aber es gibt auch strukturelle Probleme. Eine Agentur, die Webseite baut oder die des Kunden baut und dann prüft, ob sie barrierefrei ist. Das ist wie wenn ein Bauunternehmer sein eigenes Haus abnimmt und eine Agentur, die prüft und gleichzeitig die Umsetzung macht. Das ist ein finanzielles Interesse, möglichst viele Baustellen zu finden. Lass das mal sacken. Wir machen ausschließlich Audits. Also wir setzen nichts wir bauen nichts, wir haben null Interesse mehr zu verkaufen, als nötig ist. Und unser Ergebnis ist ein Bericht, ein Angebot, also kein Angebot, sondern das ist halt der Unterschied.

Wenn wir sagen, das ist in Ordnung, dann ist es in Ordnung. Und wenn wir sagen, es muss etwas passieren, dann stimmt das auch nicht, weil wir etwas mehr daran verdienen. Und viele unserer Kunden kommen dann nach dem Auditbericht auf uns und bitten dann eine Einschätzung der Angebote, die sie von den Agenturen erhalten. Und wir prüfen diese sachlich und transparent und empfehlen bei Bedarf auch Partneragenturen oder Partnerunternehmen, von denen wir wissen, dass Preis und Leistung fair sind und das auch umgesetzt wird, was tatsächlich notwendig ist. Weil wenn du den Bericht hast, dann weißt du, wie viele Fehler, wie viele Barrieren existieren. Und diese Barrieren sind dann klassifiziert nach verschiedenen Schweregraden. Das bedeutet, man kann einschätzen, okay, Wenn ich jetzt 80 Barrieren finde, das hört sich jetzt viel an, ist es aber gar nicht, dann weiß ich, okay, Das sind ungefähr 50, 60 Arbeitsstunden, das umzusetzen.

Dann kannst du zu der Agentur gehen und Schau mal, ich habe hier einen Bericht, ich habe ein Audit gemacht, ich weiß, ich habe 80 Barrieren, das sind ungefähr 50, 60 Stunden. Was ist dein Stundensatz? Das ist transparent. Aber normalerweise ist es ja so, dass dann beispielsweise will jetzt nicht jemand schlecht reden, aber dass sie sagen, ja, schau mal, das muss noch gemacht werden, das und dann bist du Beim Doppelten oder 30 40, 5 Prozent, 50 Prozent zahlst du dann mehr. Und darum geht es, dass dieses Thema halt so ein bisschen negativen Touch leider bekommen hat, weil es als Raketentechnik verkauft ist, was gar nicht ist.

Verstehe. Das haben wir aber wenn wir in die Vergangenheit blicken, immer wieder Unwissenheit. Wie bitte?

Unwissenheit mit Unwissenheit und mit Panik kannst du sehr viel Geld verdienen.

Ja, und vor allem auch mit gesetzlicher Novellierung. Immer dann, wenn neue Gesetze auf den Markt kommen, kann man damit erstmal am Anfang einen neuen Trend schaffen in der Beratung.

Absolut.

Dann ist es wie so ein Trittbrettfahrer, der aufspringt und es kommen immer weitere dazu. Die Qualität lässt sich am Anfang nur schwer differenzieren, wenn man erstmal die neu entstandene qualifizierte Arbeit validieren muss. Und wir haben das immer wieder gesehen bei uns in der Branche, sei es das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das vor einigen Jahren verabschiedet wurde. Plötzlich kamen die ganzen BAV Berater und haben neue Ansätze gefahren. Es gibt sowieso in der Finanzbranche auch immer und immer wieder durch den sehr dynamischen Markt regelmäßig neue Rechtsprechung und da finden wir auch immer wieder neue Geschäftsmodelle, die auf den Markt kommen. Und deswegen ist ganz wichtig, sich anzuschauen, wie differenziert sich das? Wie unterscheidet sich das? Und natürlich auch und das ist meine nächste Wie genau muss ich mich denn als Unternehmer aufstellen? Was muss ich konkret tun? Was muss ich vielleicht auch investieren und was muss ich dahingehend beachten?

Ja, ich wollte noch mal anknüpfen, was du gesagt hast. Es ist ja genau das Gleiche mit der DFSGO, also mit den ganzen Datenschutz Themen, die jetzt vor wann war das? 2017, 2018 kam, hat man das auch nicht ernst genommen. Und heutzutage ist es ja schon verpflichtend ab einer gewissen Unternehmergrösse, dass du einen Datenschutzbeauftragten hast. Und so wird es auch in Zukunft sein, dass es dann auch Barrierefreiheitsexperten also werden gibt, Beauftragte gibt und das finde ich gut. Okay, zu deinen drei Fragen, die du jetzt mir gestellt hast. Ja, also die größte Kostenfalle bei der Barrierefreiheit ist nicht das Gesetz. Es ist, was ich vorher gerade angesprochen habe, die Panik gepaart mit falscher Beratung. Und genau darüber möchte ich jetzt sprechen. Also was kostet es Ein Audit für 10 Unterseiten? Da liegen wir schon bei 4,99 netto beispielsweise. Das ist ein niedriger Betrag.

Bei 30 Seiten sind wir bei knapp über dann kommt noch die Komplexität dazu gibt es einen Zuschlag. Ein Blog ist anders als ein WebShop oder eine Web App. Und wenn es nicht nur auf Desktops, sondern auch auf mobilen Endgeräten oder mehreren Betriebssystemen dann geprüft wird, verdoppelt oder verdreifacht sich der Pre, weil halt hier transparent und nachvollziehbar ist, dass wir, wenn wir mit verschiedenen Komplexitätsstufen zu tun haben, sind wir drei bis sieben Stunden pro Unterseite beschäftigt. Also diese ganzen Kriterien, diese 50 Kriterien, was ich vorher genannt habe, die werden dort abgeprüft manuell. Und diese zertifizierten Auditoren, die bei uns in der Genossenschaft drin sind, also die das Ganze testen, da liegen wir im Schnitt bei plus minus 35 netto pro Stunde. Und jetzt frage ich Ist das teuer? Ist das teuer? 35 Euro netto pro Stunde für so eine Arbeit?

Teuer ist ja nur das, was ich selbst günstiger machen kann. Und deswegen denke ich, dass das nicht teuer ist, weil man muss erstmal selber das noch aufbauen.

Genau. Und die Frage von dir war noch was muss ein Unternehmer tun? Ein Audit machen, priorisieren, gezielt anpassen, dokumentieren und dranbleiben, Weil Barrierefreiheit ist kein Projekt mit einem Endablaufdatum, sondern Barrierefreiheit verändert sich ja. Richtlinien ändern sich bald haben jetzt haben wir WCAG 2.1 AA als Standard, dann ist es 2.2, das sind nur 5, 6 mehr Kriterien 2028, 2030 kommt WCAG. Man arbeitet schon daran, aber auch Technologien ändern sich. Wir binden ja verschiedene Tools mit ein, also KI immer mehr. Und das bedeutet, dass es da wechselseitige negative Wirkungen geben kann. Das kommt leider oft vor. Und wenn man diese fünf Schritte, also Audit machen, priorisieren, gezielt anpassen, dokumentieren und weiter das Ganze verfolgt, dann ist man sehr gut aufgestellt, weil es ist keine Raketentechnik. Und was passiert, wenn ich nichts tue? Abmahnungen können kommen Verbände von Wettbewerbern, dann noch die Marktüberwachungsbehörde.

Und das eigentliche Risiko ist eigentlich nicht, dass man abgemahnt wird, sondern dass wir hier 25 bis 30 Millionen Menschen mit dauerhaften Einschränkungen, die Webseiten nutzen, echte Kunden, dass die einfach weitergehen und zur Konkurrenz gehen. Und das ist eigentlich, denke ich mal, ein viel wichtigerer Punkt, als dass man über Abmahnung spricht. Und proaktiv kostet einmal, reaktiv kostet zwei bis dreimal.

Ja, auch eine spannende Perspektive, denn gerade dieses Unterlassen ist in diesem Fall gleich doppelt teuer, kann es geahndet werden. Und auf der anderen Seite verliert man natürlich auch potenzielle Kunden. Und in unserem Vorgespräch hast du auch gesagt, das fand ich ganz einleuchtend, man weiß ja nicht, ob man die Leute verliert. Die gucken, finden nicht und gehen weiter. Die werden sich ja nicht beschweren, weil sie es eigentlich gewohnt sind, dass keiner da mahnend den Zeigefinger hebt, sondern die haben sich damit abgefunden.

Da ist nicht so jeder wie ich. Wenn mich etwas, sage ich mal so gestört, dann schreibe ich dann eine Mail oder irgendwas, aber da kommt auch viel zu selten was zurück. Also diese ganzen Feedback Mechanismen sind bei der Barrierefreiheit viel intensiver aufgebaut und werden mehr ernst genommen, dass wenn ich quasi irgendwas finde, was mich stört und ich schicke eine Mail hin und ich kriege keine Antwort, dann fühle ich mich als Kunde verarscht und was mache ich? Ich gehe weiter, ich gehe zur Konkurrenz, wo ich weiß, die interessieren sich für mich. Es ist ja nicht nur das Produkt, es geht nicht nur den Preis, sondern es geht ja darum, dass man als Kunde eine Interaktion möchte, dass man sieht, hey, die nehmen das Thema ernst, das ist mein Kunde. Und das ist jetzt eine geile Geschichte, die ich jetzt auspacke.

Und zwar, wenn man sich mal Apple anschaut. Apple hat damals, als sie das iPhone rausgebracht haben, hat Steve Jobs gesagt, that's a phone for everybody and everyone, also bedeuted, das ist ein Telefon für jeden. Was haben die gemacht? Apple hat mit dem zweiten Update, was die rausgebracht haben, VoiceOver rausgebracht. Und das bedeutet, 100 Prozent aller Blinden benutzen nur iPhones, keine Androids. Warum? Weil Apple von Anfang an diese Sache ernst genommen hat und umgesetzt hat. Das heißt, wenn du mal in den Apple Store gehst, wirst du Leute finden, die blind sind.

Also wenn ich in Basel reingehe, mich hat einer, als ich mir dieses iPhone gekauft habe letztes Jahr, hat mich ein Blinder betreut und ich war einerseits geschockt und fasziniert, wie er mit diesem Voiceover, also das muss man einfach mal erlebt haben, wie er diese Bestellung dann intern ausgeführt hat, dass die dann von hinten jemand kommt und mir das iPhone vorbringt also der hat das so, also ich war sprachlos, also wie gut die das machen. Und wenn man dann sieht, dass gestern habe ich auch was Interessantes gelesen. Accessibility, also Zugänglichkeit, bedeutet nicht, dass man unfähig ist. Also auch wenn ich eine Behinderung habe, heißt das nicht, ich bin unfähig, etwas zu benutzen. Und wenn ich dann teilweise mit irgendwelchen Unternehmern spreche, die sagen, ja, Blinde sind ja oder Blinde, sage ich, das sind nicht nur Blinde, aber warum schließe ich Leute aus?

Und das ist immer die Frage, wenn ich dann mit Vorständen spreche. Die Frage ist Barrierefreiheit, sondern wen schließen wir gerade aus, wen und was können wir dafür tun? Und das sind keine großen Schritte. Wie gesagt, das sind die ganz normalen ABCDEFG sind meistens 5, 6 Kriterien, die man einfach jedes Mal sich fragen muss. Und das ist einfach keine Raketentechnik.

Ja, prima. Gute Einordnung an der Stelle. Und es gibt ja nur auch wirklich viele Agenturen draußen, die sagen, ich bau dir eine barrierefreie Website. Das heißt, die werben damit, dass sie es erstmal neu machen. Wie ist deine Einstellung dazu, wenn jemand schon eine bestehende Website hat, wie die meisten, ist ja schon sinnvoller, da einen anderen Weg zu finden, als eine komplett neue Seite zu bauen. Wie stufst du dieses Wettbewerbsangebot ein? Ganz kurze Unterbrechung, es geht gleich weiter. An dieser Stelle möchte ich dir bloß den wichtigen Hinweis geben, dass du gerne die Möglichkeit erhältst, dich persönlich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir unterstützen dich in einem kostenfreien Erstgespräch bei den für dich relevanten Themen, egal ob eine Analyse deiner bestehenden Anlageformen oder bei anderen Fragen rund Finanzen und Vorsorgethema. Wir freuen uns auf deine Nachricht.

Also nutze jetzt unseren Kontakt Button oder das Formular im Anhang unter Kontakt. Den Link findest du auch hier nochmal in der Beschreibung. Wir freuen uns auf dich und jetzt weiterhin viel Spaß.

Also was ich mache, ist, ich nehme erst mal den Leuten erstmal die Angst, dass man etwas verkaufen muss oder dass man sich fühlt, dass man irgendwie was angedreht bekommen hat. Und zwar was ich schau mal, lieber Kunde, wie viele Seiten hast du denn? Und die meisten haben 20, 30, 40, 50 Seiten. Dann sage ich schau mal, lass uns doch mal mit zehn Seiten anfangen. Das heißt, wir machen eine Auditierung auf Desktop auf, also Windows auf Windows Ebene und auf einem Mobile Gerät auf Android, weil 65 Prozent heutzutage aller Anwendungen werden über Handy gemacht. Das ist leider so. Also ich mache ja auch viel mehr mit dem Handy, du auch, oder? Wir machen ja viel mehr auf dem Handy, wir Computer, also privat vor allem.

Und Wenn wir diese zwei Umgebungen testen, dann sind wir bei 1000 Euro beispielsweise und 1000 Euro einfach mal eine ist Zustandsanalyse zu haben, weil dann, weil es ist oft so, wenn ich etwas teste, nur 10 Seiten, dann kann ich sehen, okay, das wiederholt sich immer wieder und dann kann man es auch später besser umsetzen. Das heißt, wer jetzt hier keine ausgibt, einfach mal Klarheit zu bekommen, der geht blind zu irgendeinem Anbieter und dieser Anbieter erzählt ihm etwas ohne fundierte. Das heißt dasselbe wie wenn mich ein Kunde Welche Fehler habe ich denn? Dann sage ich kann Ihnen das nicht sagen, wir müssen Audit machen. Also ich kann jetzt ein automatisiertes Tool benutzen, das kann 20 30 40 Prozent aller Kriterien erkennen, aber auch nur oberflächlich. Also das ist auch wieder so eine Sache.

Und dann kann ich aber nur eine Einschätzung geben, das kann ich von außen machen, das geht. Aber wenn ich jetzt wirklich mit Tastatur, also mit einer richtigen Tastatur oder mit Hilfsmitteln das Ganze teste, dann bin ich, wie ich vorher gesagt habe, je nach Komplexität 3, 4, 5, 6, 7 Stunden beschäftigt. Zum Glück ist es so, dass 60, 70 Prozent aller Webseiten einfache Komplexitäten haben. Das heißt auch die Umsetzung ist danach nicht so teuer. Deswegen sucht man sich dann lieber einen Entwickler oder einen freelancer, der für 60, 70 Euro die Stunde das Ganze umsetzen kann, anstatt dass ich zu einer Agentur gehe, die dann schon alleine Fixkosten hat.

Also ein Kunde kam letztens zu mir und sagt, unsere Agentur macht das, habe ich mir die Agentur angeguckt, habe ich gesehen, wow, die haben 40 Angestellte, 5000 brutto bezahlen brutto als Unternehmer, dann bist du schon bei über Fixkosten im Monat. Also das heißt, die müssen schon ganz andere Preise annehmen, unabhängig von ihrer Qualität jetzt beispielsweise. Und das ist etwas, wenn du ein riesen Unternehmen hast, und das ist der Vorteil bei uns, wir sind gemeinnützige Organisation, wir sind eine Genossenschaft und alle Mitglieder bei uns machen das quasi aus Non Profit. Und deswegen sind wir so günstig. Also wenn ich dir gesagt habe, Wir bieten ungefähr plus minus 35 Euro netto die Stunde an. Also es gibt, glaube ich wenige, die das machen. Und für uns ist es einfach so, dass wir mit unseren Mitgliedern und mit unseren Experten in unserem Netzwerk sehr schlank aufgestellt sind.

Wir haben keine großen Projektmanager, wir haben nicht Designer, die wir bezahlen müssen oder. Das Wichtige ist, man macht eine Prüfung, man macht eine Ist Zustandsanalyse und danach kann man weitergehen.

Ja, okay, das ist nachvollziehbar. Jetzt muss ich aber trotzdem noch mal einhaken. Es gibt ja wohl wirklich unglaublich viele Tools am Markt und ich bin selbst überrascht, was man mit KI oder auch mit verschiedenen einfachen Plugins, die durch KI entstanden sind, umsetzen kann. Es gibt ja jetzt solche Accessibility Overlays oder wie die heißen Accessibility.

Accessibility Overlays.

Was hat es damit auf sich? Und kann man sowas nicht einfach nutzen?

Ja, also weil es halt ganz genau gesagt Es funktioniert nicht. Und das sagt nicht nur ich, sondern das sagen Behindertenverbände. Das sagt auch der Gesetzgeber. Die größten Behindertenverbände haben weltweit sich dagegen ausgesprochen. Das ist der Fakt. Warum? Warum? Weil einfach ein Overlay ist quasi eine Kosmetik. Das ist ein aufgesetztes Tool, was nicht wirklich funktioniert. In den USA wurden Overlays beispielsweise Overlay Anbieter verklagt. Nicht von Unternehmen, sondern von Menschen, denen sie helfen sollten. Und warum ein Overlay nur die Oberfläche verändert. Es legt eine Schicht über ein kaputtes Fundament. Also jeder kennt sich ein bisschen aus mit Häuserbau oder der schon ein bisschen älter ist, der weiß es. Also wenn die Formulare nicht per Tastatur bedienbar sind, hilft KE Overlay. Wenn die Bilder keine Alternativtexte haben, hilft kein Overlay. Wenn die Seitenstruktur keine Überschriften Hierarchie hat, dann hilft kein Overlay.

Ein Overlay ist quasi ein Pflaster auf einem Rohrbruch und es sieht gut aus, als würde etwas passieren, aber das Wasser läuft trotzdem weiter. Das heißt, Plugins sind die komplett nutzlos? Ich sage nein. Genauso wie mit KI. EES ist ein Assistenz Tool, das zusätzlich zu einem sauberen Fundament eingesetzt werden sollte, zum Beispiel für Kontrastanpassung oder Schriftgröße. Das ist sinnvoll, aber die Reihenfolge ist entscheidend erst das Fundament und dann die Assistenz.

Gut, auch das ist nachvollziehbar, wenn man die Details kennt. Was genau sagst du denn zu den Tools, die einfach die Webseite crawlen und dir aufgrund dieser Daten, die da rauskommen, ein Ergebnis zur Barrierefreiheit liefern? Ist das anwendbar oder gibt es da auch solche Fallstricke wie bei den Plugins?

Wie meinst du das mit dem Crawl?

Es gibt ja verschiedene Online Tools, die gucken sich eine Webseite an, die durchsuchen die Inhalte und sagen dir dann, ja, ist barrierefrei oder nein, so wie ihr das in eurem Gutachten anbietet. Und da würde ich gerne eine Abgrenzung sehen.

Also solche Online Tools, die sind schon nützlich, einfach mal eine oberflächliche Indikation zu bekommen. Das benutze ich selbst auch jedes Mal als Einstieg, wenn ich mit dem Kunden rede. Also die testen 20, 30, 40 Prozent der ganzen Kriterien. Das ist manche Tools. Wir benutzen da drei, vier verschiedene Tools, einfach eine bessere Einschätzung zu haben. Das ist so Wie mit KI, OpenAI kann das, Claude kann das, Grog kann das, Perplexity kann das. Da muss man einfach verstehen, dass sie wirklich nur einen Bruchteil der Barrieren identifizieren können. Und es gibt eine schnelle Einschätzung, eine Indikation, aber leider auch nicht mehr. Warum? Weil Tastatur oder Screenreaders oder diese ganzen manuellen Testungen, die müssen trotzdem gemacht werden. Es kann prüfen, ob ein Kontrast ausreicht, aber nicht, ob die Lesereihefolge einer Seite logisch ist. Es kann messen, aber es kann nicht verstehen.

Und echte Barrierefreiheit prüft man mit Tastatur, mit Screenreader, mit den verschiedenen Umgebungen, mit menschlichem Urteilsvermögen. Das ist kein Luxus, das ist digitales Handwerk.

Ja, verstehe. Spannend. Aber jetzt muss ich noch mal kritisch fragen, was die Exekutive angeht. Also ich habe vor kurzem erst einen Pressebericht veröffentlicht zum Thema Jeder Unternehmer in Deutschland begeht Ordnungswidrigkeiten. Jeder. Und habe dort 15 bis 25 kuriose Auflagen, Gesetze, Novellierungen und Vorschriften dokumentiert mit Quellenangabe. Und daraus wird sehr schnell ersichtlich, dass man einfach überhaupt nicht alles richtig machen kann, selbst wenn man möchte. Wie siehst du das denn jetzt speziell in Bezug auf dieses Thema? Wird das bereits geahndet oder ist das so ein zahnloser Tiger oder wie schätzt du das Ganze in der Regulatorik ein?

Das ist eine gute Frage und die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Also die Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer, die sind benannt. Es gibt auch zwei große Task Forces, die schon offiziell aktiv sind. Beispielsweise in NRW war das so, was war das? Bezirksregierung in NRW. Die haben quasi jetzt schon einige große Durchsetzungswellen jetzt schon mal zugestimmt. Was aber effektiv rausgekommen ist noch nicht öffentlich. Also ich weiß von ein paar Urteilen und ich vergleiche das immer wieder mit der DSGVO. Das ist genau dieselbe Anlaufphase. Es wiederholt sich ja alles in der Geschichte. Also 2018 haben alle gesagt, es passiert nicht. 2019 kamen dann die ersten Bußgelder und heute ist es Routine. Zweitens, es braucht keine Behörde. Wettbewerbsverbände und Konkurrenz können abmahnt. Das habe ich schon erlebt. Das ist ein Hebel, der schneller kommt als jede Behörde beispielsweise.

Das habe ich jetzt bei so Seniorenzentren, also so ein riesen Seniorenzentrengruppe mit über 100 verschiedenen Häusern, die haben jetzt eine andere abgemahnt. Das war auch, ich habe mal was gesehen, ich weiß nicht, ob es öffentlich ist, aber die haben dann gesagt, hey, wir stellen jetzt insgesamt über 100 Webseiten auf Barrierefreiheit. Investieren hier Millionen und die anderen machen das nicht. Das ist dann UWG unlauterer Wettbewerb. Das ist beispielsweise eine Möglichkeit. Und der eigentliche Punkt, selbst wenn nie eine Abmahnung kommt, 25 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland haben Einschränkungen. Was ich vorher erwähnt habe, 98 Prozent der Webseiten sind nicht zugänglich. Das ist kein Compliance Problem, das ist ein Marktproblem. Wer wartet auf Druck. Wer jetzt handelt, der handelt aus Stärke. Und das finde ich ja viel schöner, wenn wir aus sozialer Verantwortung dieses Thema angehen und auch verstehen.

Beispielsweise mit Suchmaschinenoptimierung kommen wir gleich noch bestimmt dazu. Also also Barrierefreiheit hat auch ganz, ganz viele Vorteile und nicht nur diesen regulatorischen Druck. Also darauf sollte man sich nie beruhen.

Okay, also gibt es ja jetzt zwei Hauptzielgruppen, die sich angesprochen fühlen. Einmal die Angst vor Regulatorik haben und einfach ihre Auflagen erfüllen wollen. Und es gibt diejenigen, die und oder erkennen, dass vielleicht viele Menschen, die mit Ihnen interagieren, würden, die es gar nicht tun, weil sie es nicht können. Und beides wäre die Motivation zu reag. Was wäre denn jetzt dein Vorschlag an die Personen, die hier zuhören und die Ja, mich interessiert das schon. Was sollen die morgen früh tun, wenn sie aufstehen und sich mit dem Thema befassen wollen?

Wie ich vorher erwähnt fünf Schritte. Mehr braucht es gar nicht. Erstens Bestandsaufnahme. Lassen Sie, lieber Zuhörer, lassen Sie ein unabhängiges Audit machen, nicht von einer Agentur, von einer neutralen Instanz. Dann wissen Sie wirklich, wo Sie stehen. Diese Barrieren priorisieren nicht alles auf einmal. Ein gutes Audit sagt, was kritisch ist und was warten kann. Fokus statt Panik. Der Gesetzgeber verlangt keinen Perfektionismus. Die Umsetzung beauftragen Sie wirklich nur die Anpassungen, die wirklich notwendig sind anhand der Priorisierung. Das kann Ihre bestehende Agentur machen, das können Sie quasi mit Freelancer machen. Und mit dem Auditbericht hat man eine saubere Arbeitsgrundlage. Das heißt, man kann wirklich auch die Kosten einschätzen. Also das heißt Budgetplanung. Viertens ist die Dokumentation. Erstellt man eine Barrierefreiheitserklärung, ist man auf der rechtlichen sauberen Seite. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und zeigt, dass man sich darum kümmert. Fünftens ist halt das konstante und die Kontinuität.

Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt. Jede Veränderung auf Ihrer Webseite kann neue Barriere schaffen und planen ist regelmäßige Checks einführen. Man muss planbar, muss man das immer wiederholen, diese 5 Schritte. Wie gesagt, keine Raketentechnik, kein Mysterium. Sauberes digitales Handwerk klingt logisch und du.

Hast genau wie wir in unserem Fünf Stufen Plan der Vermögensarchitektur ebenfalls das große, komplexe Thema auf fünf Schritte eingedampft. Überschaubar, wie ich finde. Doch sag uns doch vielleicht noch mal, wenn ich mich jetzt für ein Audit bei euch entscheide, wie genau gehe ich vor? Was passiert dann?

Ganz einfach, Wir starten mit einem kurzen Einstiegsgespräch, 20 Minuten kostenlos. Dann frage ich Was ist Ihre Webseite, Wie komplex ist sie? Was sind die richtigen Prüfmechanismen und was ist der Prüfumfang? Der Kunde füllt dann unsere Checkliste aus, übermittelt die genauen URLs, die Unterseiten und dann fangen wir an zu testen. Wir prüfen manuell mit Tastatur, mit Screenreader auf verschiedenen Geräten, also mobil, Android, iPhone und ja auch mit automatisierten Tools, aber nur als Ergänzung dann aber nicht mit einem Tool, sondern mit drei, vier, weil auch hier unterschiedliche Fehler angezeigt werden, wie ich vorher erwähnt habe, gleich im KI Bereich, man macht nicht alles mit ChatGPT. Die Kunden bekommen dann einen detaillierten Prüfbericht, jede Barriere dokumentiert mit Screenshots, Fundstelle und Beschreibung plus einen priorisierten Maßnahmenplan. Am Ende sprechen wir die Ergebnisse in einem minütigen Gespräch und sie können Fragen stellen. Wir erklären, was die Befunde bedeuten.

Wir vergleichen, also ich vergleiche mich mit einem Radiologen, nicht mit einem Chirurgen. Wir machen das MRT, operieren tun andere. Das ist wie die Agentur oder wir sind quasi wie der TÜV. Wir prüfen, was ist falsch, aber die Werkstatt tut das Ganze umsetzen und das Ganze dauert drei, vier Wochen. Danach hat man Klarheit, Planbarkeit und einen Nachweis, weil Klarheit statt Vermutung, Planbarkeit statt Überraschung, Nachweis statt Hoffnung, so sage ich das immer.

Ja, das sehe ich ganz genauso. Und wir haben jetzt viel über Pflichten und Risiken gehört. Wir haben auch eine andere Seite noch zu betrachten, nämlich was haben denn die Unternehmen an zugewinnen? Wir haben schon einige Punkte gehört. Also ich gewinne zum Beispiel eine Zielgruppe, die ich sonst verlieren würde, aber vielleicht gibt es da noch ein paar Punkte zu ergänzen, die noch als zusätzlicher Benefit mit einhergehen.

Ja, da bin ich froh, dass wir jetzt hier an diesem Punkt diese positiven Aspekte angekommen sind. Und zwar erstens ist die Reichweite 25 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Einschränkungen, wie ich gesagt habe. 98 Prozent der Webseiten schließen sie aus. Wer seine Webseite öffnet, erreicht Menschen, bei der die Konkurrenz vor verschlossenen Türen steht. Die Benutzerfreundlichkeit. Alles, was eine Webseite barrierefrei macht sie auch besser. Klarere Struktur, logischere Navigation, bessere Lesbarkeit und davon profitiert jeder Besucher, ob mit oder ohne Einschränkungen. Und drittens ist SEO, das bedeutet saubere Semantik, Alternativtexte, Überschriftenhierarchien und auch Suchmaschinenoptimierung. Google belohnt barrierefreie Webseiten und das ist kein Zufall. Dann haben wir noch natürlich das Branding, die Marke quasi.

Also da ist es auch so, dass quasi ein Unternehmen, das zeigt, dass es für alle zugänglich ist, dass es halt auch einfach ernster genommen wird, seriöser ist an Mitarbeiter, an Partner und das bringt halt einfach Vertrauen und das ist ja was schönes Vertrauen heutzutage. Und fünftens, das ist mir persönlich am wichtigsten, es kann morgen uns treffen. Es kann jeden treffen. Ich habe jetzt letztens jemanden erlebt, der hat eine Netzhautablösung gehabt, Tinnitus, Hörsturz, Bandscheibenprobleme, wie auch immer. Also die Website ist wenn man die heute barrierefrei macht, dann können wir morgen davon alle profitieren und selbst auch gebrauchen.

Absolut. Das sind nochmal viele weitere Punkte, die uns aufzeigen, wie wichtig das Thema Barrierefreiheit in dem digitalen Bereich vor allem auch sein kann. Du hast uns hier aufgezeigt, dass es mittlerweile über 50 Punkte gibt, die analysiert werden. Du hast uns auch aufgezeigt, dass es kein Nice to have ist, sondern dass sich jeder wirklich damit befassen sollte. Und ich habe bisher schon einige spannende Punkte mitnehmen dürfen. Danke daher bitte schön. Und jetzt würde ich mal zum Schluss noch mal fragen, gibt es noch irgendwas, was du ergänzen möchtest? Also vielleicht irgendwas zu dem Thema? Ein Punkt, der aus diesem Thema besonders hervorsticht, den du uns gerne noch mitnehmen möchtest, sodass sich die Zuhörer das ganz genau einbringen können.

OK, also wichtig, Barrierefreiheit ist kein Gesetz, Es ist kein Problem, es ist keine Raketentechnik, sondern es ist alles lösbar. Es ist kein Fass ohne Boden. Es gibt keinen Grund zur Panik. Es ist saubere digitale Handwerk. Und der erste Schritt ist immer verstehen, wo man heute steht. Und wenn jemand zuhört und das betrifft mich, dann lade ich ihn gerne zu einem kurzen Gespräch ein, 20 Minuten plus minus, kostenlos, unverbindlich, nicht zu verkaufen, sondern Klarheit zu bringen. Denn die Frage ist müssen wir barrierefrei werden? Die Frage wen schließe ich gerade aus und werde ich morgen selbst dazu gehören.

Vielen Dank, Alexander Paisch. Das waren ganz eindrucksvolle Informationen zum Thema digitale Barrierefreiheit. Vielen Dank dafür und ich kann die Zuhörer nur herzlich einladen. Wenn euch das Thema betrifft, interessiert oder ihr weitere Informationen haben wollt oder alles drei, meldet euch gerne bei uns. Die Kontaktdaten sind hier auf jeden Fall ersichtlich und wir stellen gerne den Kontakt her, das Thema zu vertiefen. Vielen Dank. Und das letzte Wort geht wie immer an meinen Gast. Ich sende beste Grüße aus der ersten europäischen Modellstadt Alsfeld. Wünsche alles Gute und sage bis bald. Euer Kai B. Rogalla.

Danke für die Einladung. Es war mir ein Vergnügen. Bis bald. Danke.

Das war deine Vermögensarchitektur Talk. Erst die Bildung über Vermögen ermöglicht die Bildung von Vermögen. Ich hoffe, du hast ein paar spannende Informationen für dich mitnehmen können, die du später auch gerne in die Praxis umsetzen darfst. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei uns. Wir stehen dir für jegliche Rückfragen zur Verfügung und können mit dir den Prozess der Vermögensarchitektur einmal gemeinsam durchgehen. Außerdem bieten wir ausgewählten Zuhörern die Möglichkeit, ihre Frage bei uns zu thematisieren und wir werden diese Themen in späteren Podcast Folgen gerne behandeln. Also wenn dich irgendetwas ganz brennend interessiert, können wir da gerne drauf eingehen. Schick deine Nachricht gerne per E Mail an infokai rogala de und wir werden über entscheiden, welche Themen im Podcast mit aufgenommen werden. Alles Gute, bleib gesund. Bis bald und beste Grüße.

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